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Amateurmeisterspieler Friedel Schicks verstorben

Hannover 96 trauert um seinen ehemaligen Spieler Friedel Schicks, der bereits am 2. April im Alter von 93 Jahren in Wunstorf verstorben ist. Schicks ist im Jahr 1956 von Borussia Mönchengladbach zu Hannover 96 gewechselt.

/ Profis, Klub
Die deutschen Fußball-Amateurmeister 1964 (ganz links: Friedel Schicks).

1956 Wechsel zu 96
Bei den Fohlen wurde er mehrfach in die Westdeutschland-Auswahl berufen und gehörte auch zum DFB-Aufgebot von Sepp Herberger bei der Einweihung des Niedersachsenstadions gegen Frankreich im Oktober 1954. Kurz vor seinem Debüt als Auswechselspieler entschied sich Herberger aber dann plötzlich für den 17-jährigen Uwe Seeler statt für Friedel Schicks und so begann Seelers Weltkarriere. Bei diesem Länderspiel gab es erste Kontakte zu 96-Trainer Helmut "Fiffi" Kronsbein. 1956 wechselte Schicks dann aus dem Westen zu 96. Hier gehörte er schnell zu den wichtigsten Stammspielern und absolvierte bis zur Saison 1960/61 insgesamt 111 Ligaspiele für 96, in denen er acht Tore erzielte. 1958/59 lief er zweimal im UEFA-Messepokal für die Roten auf.  

 

Schicks Comeback
Schicks wurde dabei mehrfach in die Norddeutsche Auswahl berufen und zweimal sogar in die DFB-B-Nationalelf. Zu Beginn der Saison 1961/62 wurde er Trainer beim VfB Peine und danach in Wunstorf. Doch 96-Trainer Heinz Lucas überredete ihn zur Saison 1962/63 zum Comeback. Der 96-Allrounder war dabei sehr erfolgreich. Schicks stieg mit der Mannschaft 1964 in die Bundesliga auf und führte gleichzeitig die Amateurmannschaft zur Deutschen Meisterschaft. Sein letztes Ligaspiel für 96 bestritt er am 15. März 1964, als 96 beim VfB Oldenburg mit 2:0 gewann. Er beendete seine aktive Laufbahn nach dem ersten Bundesligaaufstieg der Roten und wurde Trainer bei vielen Vereinen rund um Hannover - unter anderem beim SSV Elze, Niedersachsen Döhren, FC Wunstorf und Linden 07.

Pele-Transfer scheitert an der Regierung
Seine Liebe zu 96 blieb auch nach seinem Karriereende bestehen. Er war später an den Verpflichtungen von Walter Rodekamp, Werner Gräber, Horst Podlalsy und Hans Siemensmeyer an die Leine involviert. Doch den brasilianischen Superstar Pele, den er aus zahlreichen Trainingslagern in Barsinghausen und aus Spielen gegen den FC Santos kannte, konnte er 1964 nicht nach Hannover lotsen - die brasilianische Regierung verbot damals noch Spielerwechsel ins Ausland. Sein Kontakt zu 96 riss nie ab. Häufig besuchte er die Spiele der Profis in der HDI Arena und war gern gesehener Gast bei den Ehemaligentreffen. Zu seinem 90. Geburtstag war es ihm wichtig, auch eine 96-Delegation einzuladen. Hannover 96 denkt dankbar an Friedel Schicks zurück und wird sein Andenken in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.
sk

 


 

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