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Hannover 96 trauert um ehemaligen Stürmer

Am Dienstag, 16. Januar, ist Klaus Wunder im Alter von 73 Jahren verstorben. Der Stürmer spielte von 1975 bis 1978 für Hannover 96. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

/ Klub
Ein Held der 70er Jahre hat uns verlassen: Klaus Wunder stürmte von 1975 bis 1978 für Hannover 96 (Foto: Imago/Rust)

Geflohen aus der DDR - aufgenommen in Hannover
Klaus Wunder wurde am 13. September 1950 in Erfurt geboren. Im Alter von vier Jahren flüchtete seine Familie aus der DDR in den Westen. Wunders Karriere begann bei Armina Hannover, wo er zum Nationalspieler reifte. Ein Wechsel des jungen, schussgewaltigen Stürmers zu Hannover 96 scheiterte zunächst am Veto des damaligen 96-Trainers Helmut Johannsen. Stattdessen wechselte "Caesar", wie Klaus Wunder von Freunden, Familie und Fans liebevoll genannt wurde, zunächst zum MSV Duisburg. 1972 nahm Wunder als Amateurfußballer an den Olympischen Spielen in München teil.

Von der Leine an den Rhein, an die Isar und wieder zurück
1974 wechselte der Hannoveraner an die Isar und wurde Teil des Kaders des FC Bayern. 1975 gehörte er zu der Mannschaft, die im Endspiel gegen Leeds United den Europapokal der Landesmeister gewann (vergleichbar mit dem Gewinn der Champions League heutzutage). Wunder wurde in der 42. Minute für Uli Hoeneß eingewechselt.

Im Dezember 1975 wechselte "Caesar" auf Leihbasis zurück in die Heimat und schloss sich Hannover 96 an. Zwar konnte auch der treffsichere Stürmer (39 Bundesliga-Tore in 137 Spielen) den Abstieg unserer Roten nicht verhindern. In den folgenden beiden Zweitliga-Saisons überzeugte Wunder jedoch mit starken 32 Treffern in 59 Spielen. Vielen 96-Fans werden besonders die beiden Siegtreffer in den Stadtduellen gegen Arminia Hannover in besonderer Erinnerung geblieben sein. Ein Kuriosum gelang dem Stürmer am 6. August 1977. Beim 1:0-Auswärtssieg von Hannover 96 gegen Armina Hannover erzielte er in der 7. Minute das Tor des Tages. Da das Spiel im damaligen Niedersachsenstadion stattfand, ist Klaus Wunder einer von ganz wenigen Spielern, die jemals einen Auswärtssieg für unsere Roten im Niedersachsenstadion herausgeschossen haben.

Hannover als Heimat
Nach seiner Zeit bei Hannover 96 blieb Wunder in der Nähe, wechselte für ein gutes Jahr nach Bremen. Bei Werder ließ er 1980 seine Karriere im Alter von 30 Jahren ausklingen. Von 1982 bis 2019 betrieb Wunder ein Squash- und Tennis-Center in Hemmingen. In 20 Spielen lief der Hannoveraner für die Amateur-Nationalmannschaft Deutschlands auf. Siebenmal wurde er für die DFB-B-Nationelelf nominiert. Weitere fünf Länderspiele im Deutschland-Trikot kamen in der U23 dazu. Für die A-Nationalmannschaft kam Wunder beim 1:0-Sieg gegen die Sowjetunion in Moskau am 05.September 1973 zum Einsatz.

Hannover 96 wird Klaus Wunder ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt der Familie. 

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